Videovorträge
- 01. Mikrobiologie und Entzündungen der Cervix uteri
Die Entzündung ist eine komplexe Abwehrreaktion, durch die auslösendes Agens und Folgeerscheinungen für den Gesamtorganismus beseitigt werden. Zellveränderungen wie z. B. ein Kernödem begleiten die Entzündung. Mikrobielle Erreger stehen bei der gynäkologischen Zytologie im Vordergrund. Durch Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten hervorgerufene Entzündungen werden angesprochen wie auch die Reaktion auf Zellverluste durch Apoptose beim Hormonmangel.
- 02. Von der HPV-Infektion zum Karzinom
Die Infektion mit Papillom Viren vom high risk Typ kann im Verlaufe von bis zu 15 Jahren in wenigen Fällen das zervikale Epithel maligne transformieren. In weit über 98 % aller Fälle sind primäre Infektion wie auch zwischenzeitlich evtl. auftretende CIN Läsionen spontan rückbildungsfähig. Die Interaktion von viralen (E6 und E7) mit zellulärer Proteinen (p53 und RB) stört den Zellzyklus der infizierten Zelle nachhaltig. Die HPV assoziierter CIN Läsionen und die mögliche Progredienz zum Plattenepithelkarzinom werden vorgestellt.
- 03. Endozervix und Endometrium
Endozervikales Epithel und Endometrium sind über ihre Herkunft aus dem Müllerschen Epithel eng mit einander verknüpft. Die variable Morphologie der zervikalen Zylinderepithels – sekretorisches Epithel und Flimmerepithel - wird erläutert wie auch Zytologie und Funktion der zervikalen Reservezelle. Die bisweilen problematische Beurteilung der tubaren Metaplasie wird diskutiert. Die Zytologie des glandulären Epithels und der Stromazellen des Endometriums schließen den Kurs ab.
- 04. Gynäkologisch - zytologische Differenzialdiagnostik
Jeder zytologischen Diagnose geht eine Abwägung von mehr oder minder zahlreichen Einzelbefunden voraus, die Differenzialdiagnose. Die für die Diagnose wichtigen Kriterien (Zellkern, Zytoplasma, Verteilungsmuster und Präparatehintergrund ) werden besprochen. Am Beispiel des vergrößerten Zellkerns, der Kernhyperchromasie, des auffälligen Euchromatins und prominenter Nukleoli, der Mehrkernigkeit und der Lagerung in Zellverbänden wird die Differenzialzytologie erläutert.
Workshops (virtuelles Mikroskop)
- 05. Ektozervix: reaktive und präkanzeröse Läsionen
Der Kurs ist Ihrer Tätigkeit im Labor nachempfunden. Sie können 7 Präparate – in der Übersicht und Detailansicht – durchmustern. Vor dem Übergang zum nächsten Präparat geben Sie Ihre Diagnose ab. Am Ende des Kurses finden Sie die zytologisch relevanten Merkmale in kurzer, tabellarischer Form zusammengestellt.
- 06. Differenzialdiagnose des Drüsenepithels
Auch dieser Kurs ist Ihrer Tätigkeit im Labor nachempfunden: Sie mikroskopieren 7 Präparate – anamnestische Angaben liegen Ihnen vor – in der Übersichtsvergrößerung, auffällige Areale vergrößern Sie durch Doppelklick mit der Maustaste. Vor dem Übergang zum nächsten Präparat markieren Sie in einer Auswahl von 5 möglichen Diagnosen, den Ihrer Meinung nach korrekten Befund. Zum Abschluss sehen Sie von jedem Präparat ein Einzelbild, ergänzt durch eine kurze, tabellarische Auflistung der diagnostisch relevanten Merkmale.
- 07. Differenzialdiagnose der malignen Zelle
Der Kurs ist Ihrer Tätigkeit im Labor nachempfunden: Sie mikroskopieren 7 Präparate (anamnestische Angaben liegen vor) in der Übersicht (Obj 10x), auffällige Areale vergrößern Sie durch Doppelklick mit der Maustaste. Vor dem Übergang zum nächsten Präparat markieren Sie in einer Auswahl von 5 möglichen Diagnosen, den Ihrer Meinung nach korrekten Befund. Zum Abschluss sehen Sie von jedem Präparat einen Bildausschnitt ergänzt durch eine kurze, tabellarische Auflistung der diagnostisch relevanten Merkmale.
- 08. Mikrobiologie im Zervixabstrich
Der Kurs ist Ihrer Tätigkeit im Labor nachempfunden: Sie mikroskopieren 7 Präparate in der Übersicht (Obj 10x), beachten Sie bitte die anamnestischen Angaben. Auffällige Areale vergrößern Sie durch einen Doppelklick. Vor dem Übergang zum nächsten Präparat markieren Sie in einer Auswahl von 5 möglichen Diagnosen, den Ihrer Meinung nach korrekten Befund. Zum Abschluss sehen Sie von jedem Präparat einen Bildausschnitt ergänzt durch eine kurze, tabellarische Auflistung der diagnostisch relevanten Merkmale.
Kursleiter: Prof. Dr. med. Hellmut Flenker FIAC – Bremerhaven